Donnerstag, 15. September 2016

Xi´ An und die Terrakotta Armee

Bevor wir nach Xi´An gefahren sind, war meine Assoziation mit der Stadt immer: die Terrakotta Armee. Jetzt im nachhinein, wenn ich an Xi´An denke, dann poppt ein Bild in meinem Kopf auf: das Essen!
Aber dazu gleich mehr.

Von Chongqing nach Xi´An dauert es mit dem Zug ca. 10 Stunden. Deshalb hatten wir uns entschieden über Nacht zu fahren, um keine Zeit zu verschwenden, weil wir nämlich mitten im Semester nur am Wochenende wegfahren wollten. Das heißt Donnerstag Nachmittag hin Montag ganz früh waren wir wieder zurück.
Der Zug fuhr um 20.30 Uhr und um 06.30 Uhr morgens sind wir angekommen.
Quelle: https://www.erlebe-fernreisen.de/wp-content/uploads/2015/06/Nachtzug-Betten-und-Sitze-600x399.jpg
Die Betten der 2. Klasse sehen unbequemer aus als sie sind, aber das hinaufklettern war schon eine Herausforderung. Kissen und Decken waren vorhanden und ganz oben gibt es sogar noch Stauraum für die Koffer. Falls man ein Bett ziemlich am Anfang oder am Ende eines Abteils hat, kann es aber etwas nervig werden: Schließlich müssen Leute ja mal aufs Klo oder noch schlimmer: Das Rauchen ist zwischen den Abteilen erlaubt und der Rauch strömt somit zu einem herüber.
Das lustigste (und gleichzeitig ärgerlichste) ist, dass die Chinesen laut sind. Und ich meine damit extrem laut. Der Zug hält morgens um 2 Uhr in einer Stadt und eine Horde Frauen steigen ein und brüllen sich gegenseitig zu in welches Abteil sie müssen. This is China.
Die Fahrt an sich war sehr angenehm.

Angekommen am Bahnhof in Xi´An machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hotel. Leider hatten wir uns die Adresse nicht rausgeschrieben und das Tablet musste genau jetzt ein Update machen - schlecht ohne Internet. Deshalb wussten wir nur grob die Richtung. Das doofe ist auch, dass das Hotel nicht mal ein Schild hatte und man es deshalb zuerst gar nicht als Hotel wahrnahm. Schließlich haben wir es gefunden und nach ein paar Kommunikationsschwierigkeiten sagen die Mitarbeiter: "Nein, sie konnten bei uns gar nicht buchen. Wir nehmen keine Ausländer auf." Tja, wir hatten aber eine Bestätigung, dass wir das Hotel gebucht hatten. Nunja, in China darf nicht jedes Hotel Ausländer aufnehmen, nur die Hotels, die ein spezielles Zertifikat haben.
Ja, dann eben nicht. (Rückwirkend haben wir das Geld aber schnell zurückerstattet bekommen). Wir nahmen den Reiseführer zur Hand und suchten uns einfach ein Hostel aus. Auf gut Glück.
Hat prima geklappt: Das Han Tang Inn Hostel (Hantang House) hatte freie, günstige und saubere Zimmer. Nach 2h des Herumirrens habe ich erstmal noch 2 Stunden bis um 10 Uhr geschlafen.

Ein absolutes Muss in Xi´An und fast schon das Highlight ist das muslimische Viertel. 
Dort gibt es tolle Souvenirs und absolut großartiges Essen!
Hier ein paar Eindrücke:
Frittierte Krabben am Spieß
Granatäpfel - aus denen leckerer Saft gepresst wird
Schwarze Eier
Wie ich ihn nenne - chinesischer Döner
Schaschlik
Frittierte Banane
Es herrscht immer reges Treiben, vor allem abends. Dort wird laute Musik gespielt und die Menschen lotsen einen mit ihrem Mikrophon oder Megaphon zu sich. Andere tanzen zur Musik. Ziemlich lustig anzusehen.

Natürlich gibt es im muslimischen Viertel auch eine Moschee:

Ansonsten haben wir uns natürlich noch die beiden berühmten Türme angesehen:
Der Drum-Tower
Der Bell-Tower
Wie sollte es anders sein - Smog auch in Xi`An
Die Sehenswürdigkeit schlechthin ist natürlich die Terrakotta Armee. Neben dem Bahnhof befindet sich der Busbahnhof mit vielen Bussen, die zur Terrakotta Armee fahren. Ich weiß leider die Busnummer nicht mehr, aber auf dem Hinweg haben wir ca. 40 min. gebraucht, wobei wir auf der Rückweg mit einem anderen Bus gefahren sind, der gefühlte Ewigkeiten durch die Pampa gefahren ist. Pro Strecke kostet die Fahrt gerade einmal 7 Yuan (1 EUR). Im Bus waren sogar noch 2 Jungs aus Israel - ansonsten nur Chinesen.
Der Eintritt in die verschiedenen Museen beträgt 150 Yuan oder für Studenten 75 Yuan.
Die Terracotta Armee wurde gerade einmal 1974 entdeckt als Farmer einen Brunnen graben wollten.
Es stellte sich heraus, dass sie für den damaligen chinesischen Kaiser Qin Shi Huang aufgebaut wurde. Nach seinem Tod 210 v.Chr. wurde er zwischen den Kriegern beigesetzt, damit diese ihn beschützten.
Für 10 Yuan kann man sich in einem abgetrennten Raum sogar mit den Kriegern fotografieren lassen.
An sich sind diese 8.000 Krieger, die alle unterschiedlich aussehen, da die Vorlage dafür lebendige Krieger waren, natürlich sehr beeindruckend. Aber ich hatte schon so viel davon gehört und war wahrscheinlich etwas zu aufgeregt. Ich dachte der ganze Raum wäre voll mit all den Kriegern - letztendlich waren nicht alle Reihen vollständig und natürlich auch viele von ihnen kaputt.
Als Andenken habe ich mir natürlich ein paar Figuren für zu Hause gekauft.

Xi´An hat eine Menge zu bieten. Es lohnt sich einfach mal durch die Straßen zu schlendern.
Für 5 Yuan darf mal sogar 3 mal die Glocke läuten. Habe ich natürlich gemacht. :)


 Natürlich durfte selbst in China Kuchen nicht fehlen:
Angekommen um 07.00 Uhr morgens in Chongqing bin ich dann doch nicht wie geplant um 08.00 Uhr zur Uni gegangen. Der Schlaf musste nachgeholt werden.

Samstag, 16. Juli 2016

Großer Buddha von Leshan (Giant Buddha in Leshan)

Im vorherigen Post habe ich ja von dem Wochenendausflug nach Chengdu geschrieben. Ganz in der Nähe - 1h mit dem Zug entfernt - liegt die kleine Stadt Leshan. Diese ist aufgrund des großen Buddhas (Dàfó) berühmt. Er ist nämlich der größte aus Steim gemeißelte Buddha weltweit (71m).
713 wurde mit dem Bau begonnen und dann schließlich 90 Jahre später fertiggestellt.

Am Bahnhof angekommen, wartet vor dem Eingang schon der Bus, der ca. 30 min. braucht, um am Buddha anzukommen. Die Fahrt kostet pro Fahrtstrecke gerade einmal 1 Yuan. Somit lasst das Taxi stehen und nehmt den Bus.
An dem Tag war herrliches Wetter und deshalb auch eine Menge los. Aber trotzdem ist es sehr imposant und wirklich Wert dort einmal hinzufahren und die Atmosphäre zu genießen.
Es ist eine Art Park, ein riesiges Gelände, auch mit einigen Stufen, die es zu erklimmen gilt. Schön zum Spazieren gehen und mal vom chinesischen Großstadttrubel abzuschalten.



Lange Schlangen am Buddha.
Unterwegs haben wir uns noch "Cold noodles" gekauft, die relativ teuer waren (10 Yuan - 1,50 EUR). Normalerweise bekommt man sie für die hälfte. Aber naja, wir hatten vorher keine Zeit uns etwas mitzunehmen. 





Dienstag, 31. Mai 2016

Für alle Panda-Liebhaber (Chengdu)

Wenn man in Chongqing lebt, ist es selbstverständlich auch mal nach Chengdu zu fahren - das Paradies für alle Panda-Liebhaber.
Mit dem Zug gerade einmal 2h entfernt lohnt sich selbst ein Wochenendausflug. Vielen von uns ausländischen Studenten gefiel Chengu richtig gut.

Wir waren im Lazy Bones Hostel, welches auch direkt an einer Metro-Station liegt. Ich muss sagen: Das war eins der besten Hostels in denen ich in China war! Getoppt wurde dieses nur von unseren Hostels in Xi´An und Xiamen! Im Hostel gab es auch ein Restaurant mit günstigen chinesischen und westlichen Gerichten. Das Gong Bao Ji Ding dort ist großartig! Und noch großartiger ist der heiße Pomelo-Tee! Oh, dieser Tee. Der beste, den ich je getrunken habe!
Und dort wohnt eine Katze. Alle reißen sich darum sie zu streicheln. Also, für Katzenliebhaber ist das Hostel auch schon mal was. ;)

Hier ein paar Eindrücke der Millionenstadt:


Vor Mao lassen sich alle Touristen fotografieren.
Verkauf von getrocknetem Obst vor einem Park.
In Chengdu gibt es viele Parks, die sehr schön sind, um spazieren zu gehen. Allerdings denken sich das auch die Chinesen, deshalb sind die Parks auch oftmals überfüllt und aus dem ruhigen spazieren gehen wird eher ein Gedrängle.
Allerdings gibt es auch solche Straßen in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Traditionelle Häuser, die an das alte China erinnern.
Das Lazy Bones Hostel organisiert auch Fahrten zu dem großen Panda-Reservat. Da wir keine Lust hatten mit Metro und Bus zu fahren, haben wir uns dazu entschlossen mit ihnen zu fahren. Es gibt auch einen Studentenrabatt.

Das Panda-Reservat ist ein absolutes Muss, wenn man in Chengdu ist. Aus aller Welt kommen heute in diese Stadt, nur um die Pandas zu bewundern.
Am besten gleich um 8 Uhr morgens da sein, denn zu der Zeit ist die Fütterung, d.h. man sieht Pandas, die Bambus kauen, den Bambus herumschwenken, auf Bäume klettern und und und. 1-2h später sind sie nämlich müde und schlafen. Dann kann man nicht mehr viele Aktivitäten von ihnen erwarten. Deshalb: Früh da sein, damit es sich auch ja lohnt!


Außerdem gibt es auch rote Pandas - Einen davon habe ich gleich in mein Herz geschlossen.
Ganz kleine Panda-Babys.