| Eingang zur Universität |
Nun bin ich schon seit ein paar Tagen in China und muss sagen: Es ist atemberaubend! Als ich in Russland war, dachte ich mir es wäre schon ein großer Unterschied zu Deutschland, aber nein. China legt nochmal eine Schippe drauf.
Es beginnt
schon beim Frühstück: Es gibt Reissuppe, kleine klebrige Brötchen und dazu
Gemüse (in Knoblauch eingelegte Gurken, Kohl) und manchmal sogar kleine
Pfannkuchen mit Lauch. Dies gab es zumindest im Hotel.
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| Frühstück |
Da wir ja
noch keine Küche besitzen und auch keine großen Elektrogeräte auf unserem
Zimmer besitzen dürfen, essen die meisten von uns Obst zum Frühstück. Hier gibt
es riesige Pfirsiche, die schmecken wie Plattpfirsiche, Weintrauben, Äpfel,
grüne Mandarinen, Drachenfrucht… Und alles zu sehr günstigen Preisen: Pfirsiche
kosten pro 0,5 kg nicht einmal 50 Cent. Eine Drachenfrucht kostet pro 0,5 kg
unter 1 EUR. In Deutschland habe ich nicht gerade viel Obst gegessen, aber hier
steh ich total drauf.
Jetzt sind wir bereits seit ein paar Tagen im Wohnheim.
Es wurde erst neu erbaut und ist somit noch nicht komplett fertig. :-D Die
Küche im Erdgeschoss gibt es noch nicht, genauso wie Waschmaschinen. Ich teile
mir ein Zimmer mit J. und zu zweit haben wir ein Bad. Gewöhnungsbedürftig sind
aber die Waschbecken, die auf dem Balkon zu finden sind. Ich glaube, die
spinnen, die Chinesen! ;-) Warum hat man Waschbecken auf dem Balkon?! Wenn man
sich abends die Zähne putzt und das Licht anschaltet, steht man im Spotlight
und jeder kann einem dabei zusehen. Wenigstens ist ein Sportplatz neben uns,
sodass nur die Sportler uns beobachten und nicht die ganze Straße.![]() |
| Blick vom Balkon |
Achja, der
Sportplatz… Morgens früh um 08.00 Uhr steht das Militär immer auf dem
Sportplatz und macht seine Übungen. Es klingt so als würden sie auf unserem
Balkon stehen und herumbrüllen. Dazu muss gesagt werden: Die Fenster sind nicht
besonders dicht. Ich bin schon auf den Winter gespannt, da soll es ja so kalt
werden. Mal schauen, wie wir uns mit der Kälte arrangieren. Jetzt sind es immer
so zwischen 30 und 37 Grad und ich bin ganz schön braun geworden für meine
Verhältnisse.
Auf dem
Balkon habe ich auch schon eine Kakerlake gesichtet. Finde ich ja nicht so
geil, aber in China ist das nichts Besonderes.
Ab 10.30 Uhr
stehen oft auch Handwerker vor der Tür. So wie gerade eben als ich den Blog
schreibe. Sie denken, dass ich chinesisch kann und erklären mir irgendetwas.
Und ich stehe da wie blöd. :-D Aber eigentlich wollen sie nur auf den Balkon zu
den Waschbecken, um etwas auszumessen und zu verdichten. Es ist an der Zeit,
dass der Chinesisch-Kurs beginnt!
Als
Ausländer ist man hier eine Rarität. Alle schauen einen an, versuchen zu fragen
wo man herkommt (Déguó = Deutschland) oder lächeln auch einfach nur. Gestern
haben wir sogar mindestens 10 Ausländer in der Stadt gesehen. Wirklich eine
Seltenheit. Davor hatte ich gerade einmal einen gesehen.
Die
Innenstadt ist sowas von imposant! Mit dem Taxi sind es etwa 20-30 Minuten bis
in die Stadt. Je nachdem, was für einen Taxifahrer man erwischt. Es gibt 3
Arten von Taxifahrern hier: (1) Fahren langsam und bedacht (2) Fahren schnell
und hupen ab und zu, um ihnen den Weg freizumachen und (3) Diese Taxifahrer
fahren mit 80 km/h durch die Stadt, überholen von allen Seiten und hupen
einfach alle Autos an, damit sie aus dem Weg gehen. Selbst Menschen, die die
Straßen überqueren, werden angehupt. Da kann man echt nur die Augen schließen
und hoffen. Oder lachen. Letztens musste ich einfach nur Lachen. :-D
Zurück zur
Stadt:
Chongqing
wurde an der Mündung der Flüsse Jangtsekiang und Jialing auf hügeligem Gelände
erbaut. Somit gibt es viele steile Treppen, die erst einmal erklommen werden
müssen. Oftmals bei der Hitze wirklich anstrengend. Das „Bundesland“ Chongqing
ist flächenmäßig ca. so groß wie Österreich und war während des 2. Weltkriegs
sogar die provisorische Hauptstadt Chinas.
Hier ein paar Eindrücke:
| Chongqing Art Gallery |
| Die Skyline |
Panorama dieser großartigen (in Smog gehüllten) Stadt!





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